{"id":8848,"date":"2023-10-27T09:25:28","date_gmt":"2023-10-27T09:25:28","guid":{"rendered":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/?p=8848"},"modified":"2023-11-30T07:52:03","modified_gmt":"2023-11-30T07:52:03","slug":"chronik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/2023\/10\/27\/chronik\/","title":{"rendered":"Gartenchronik von 1899 bis 2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-vivid-green-cyan-color has-text-color has-medium-font-size\"><strong>Die Anf\u00e4nge des Freiberger Kleingartenwesens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Schon um 1700 gibt es erste Hinweise von G\u00e4rten innerhalb der Stadtmauern, die aber noch keine Bedeutung hatten. Erst 1898 erlangten Klein- und Schreberg\u00e4rten ein \u00f6ffentliches Interesse. Der damals neue und junge Stadtrat Dr. jur. Julius Hase setzte sich daf\u00fcr ein, Land zu verpachten und Kleing\u00e4rten in der Stadt anzulegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"295\" height=\"259\" class=\"wp-image-8874\" style=\"width: 150px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/DrJuliusHase.png\" alt=\"\">Dr. Julius Hase 1886-1915<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Auf seine Initiative hin entstanden 1899 an der Clau\u00dfallee und an der Scheunenstra\u00dfe die ersten Johannisg\u00e4rten. Mit Recht kann Dr. Hase als Wegbereiter des Kleingartenwesens in Freiberg genannt werden. Die Gartenfl\u00e4chen stellte haupts\u00e4chlich das Hospital St. Johannis Freiberg zur Verf\u00fcgung. Eine erste Gartenordnung wurde aufgestellt. Wegen der gro\u00dfen Nachfrage nach G\u00e4rten sind in der Silberhofstra\u00dfe in der Bahnhofsvorstadt Freibergs zun\u00e4chst weitere 54 Johannisg\u00e4rten von 100 bis 200 m\u00b2 inklusive 450 m\u00b2 Spielplatz eingerichtet und im M\u00e4rz 1902 an die P\u00e4chter \u00fcbergeben worden. Bemerkenswerte Zeitzeugen sind die beiden noch erhaltenen W\u00e4chterh\u00e4user in der Kleingartenanlage \u201e6. Ma\u00dfschacht\u201c e.\u00a0V. an der Silberhofstra\u00dfe (1902) und in der Anlage \u201eBergmannsgru\u00df\u201c e.\u00a0V. an der Scheunenstra\u00dfe (1907).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"416\" height=\"320\" class=\"wp-image-8884\" style=\"width: 170px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Waechterhaus_Massschacht.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Waechterhaus_Massschacht.jpg 416w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Waechterhaus_Massschacht-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 416px) 100vw, 416px\" \/> W\u00e4chterhaus 6. Ma\u00dfschacht e.V., Silberhofstra\u00dfe     <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"417\" height=\"321\" class=\"wp-image-8883\" style=\"width: 170px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Waechterhaus_Bergmannsgruss.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Waechterhaus_Bergmannsgruss.jpg 417w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Waechterhaus_Bergmannsgruss-300x231.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 417px) 100vw, 417px\" \/>W\u00e4chterhaus Bergmannsgru\u00df e.V., Scheunenstra\u00dfe<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Da es damals keine Vereine mit den zugeh\u00f6rigen Vorst\u00e4nden gab, setzte man W\u00e4chter ein, die die Gartenordnung und die Pachtzinszahlung \u00fcberwachten. Eine weitere gro\u00dfe Anlage entstand 1910\/11 auf den B\u00fcrgerfeldern zwischen Forstweg und Olbernhauer Stra\u00dfe. Damit gab es in Freiberg auf den Fl\u00e4chen des Hospitals St. Johannis auf ca. 4 ha 231 Pachtg\u00e4rten.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-green-cyan-color has-text-color has-medium-font-size\"><strong>Kleing\u00e4rten in Not- und Kriegszeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Eine neue und verbesserte Kleingartenordnung durch die Inspektion des Hospitals St. Johannis regelte ab 1914 den Umgang in der gewachsenen Zahl der Kleing\u00e4rten. Mit Kriegsbeginn litten die Vorst\u00e4nde unter dem Milit\u00e4rdienst ihrer Mitglieder und gleichzeitig wuchsen Hunger und Not. Dadurch stieg das Interesse an einem Kleingarten zur Versorgung der Familie mit Obst und Gem\u00fcse. Die Weimarer Nationalversammlung erkannte nach dem Krieg die herausragende Bedeutung der kleinen G\u00e4rten f\u00fcr die Volksern\u00e4hrung und verabschiedete 1919 das Reichs-Gesetzblatt: \u201eKleingarten- und Kleingartenlandordnung\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"440\" height=\"703\" class=\"wp-image-8879\" style=\"width: 250px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Satzung_1921.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Satzung_1921.jpg 440w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Satzung_1921-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die wesentlichste Errungenschaft dieser neuen Gesetzeslage war die Abschaffung der privaten Generalverpachtung. Nur K\u00f6rperschaften und Anstalten des \u00f6ffentlichen Rechts oder als gemeinn\u00fctzig anerkannte Unternehmen durften Vertr\u00e4ge abschlie\u00dfen (\u00a7 5). Neben den weiteren Regelungen war die Festsetzung der H\u00f6he des Pachtpreises bemerkenswert (\u00a7 1). Das neue Gesetz f\u00f6rderte die Entwicklung des Kleingartenwesens. Die Rechtsverh\u00e4ltnisse stabilisierten sich und wir k\u00f6nnen heute einsch\u00e4tzen, dass vor 100 Jahren die Basis geschaffen wurde zur weiteren F\u00f6rderung des Kleingartenwesens, auch bei uns im Freiberger Revier. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Das f\u00fchrte in den Folgejahren zunehmend zur Neuanlage von Kleing\u00e4rten. Die Freiberger Vereine gr\u00fcndeten am 16. November 1920 den <em>\u201eOrtsverband der vereinigten Schrebergartenp\u00e4chter Freibergs\u201c<\/em>. Das war die Geburtsstunde des organisieren Kleingartenwesens in Freiberg. Viele Vereine, die in vergangenen Jahren ein rundes Jubil\u00e4um begingen, sind in dieser Zeit gegr\u00fcndet worden. Beispiele: 1918 \u201eAm Fl\u00f6hastrand\u201c in Fl\u00f6ha, 1919 \u201eGl\u00fcck Auf\u201c in Brand-Erbisdorf, 1919 \u201eMorgensonne\u201c in Leubsdorf, 1920 \u201eSonnige Au\u201c in Frankenberg, 1920 \u201eKriegsg\u00e4rten\u201c in Freiberg, 1920 \u201eAm Zellwald\u201c in Siebenlehn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"425\" height=\"562\" class=\"wp-image-8877\" style=\"width: 250px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Kleingaertneridylle_1926.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Kleingaertneridylle_1926.jpg 425w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Kleingaertneridylle_1926-227x300.jpg 227w\" sizes=\"auto, (max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/> Kleing\u00e4rtneridylle 1926. \u00dcblich waren Lauben in ganz einfacher Ausf\u00fchrung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die Stadt Freiberg stellte weiteres Land zwischen Scheunenstra\u00dfe und Conradsdorfer Weg zur Verf\u00fcgung. Vornehmlich Kriegsteilnehmer und Versehrte sollten in dieser 5. gro\u00dfen Gartenanlage ihren Platz finden. Daher der Name Kriegsg\u00e4rten. In Fl\u00f6ha zeichnete sich eine \u00e4hnliche Entwicklung ab. Auf Initiative des B\u00fcrgermeisters entstanden ab 1918 an der Glasfabrik 96 G\u00e4rten. Weitere Parzellen gr\u00fcndeten sich in Plaue-Bernsdorf. Bereits 1922 wurde in der Gemeinde eine zweite Anlage geplant. Auch die Fa. T\u00fcllfabrik Fl\u00f6ha AG hatte damals kleine G\u00e4rten eingerichtet. In den Folgejahren \u00e4nderten sich oftmals die Organisationsstrukturen und die Zugeh\u00f6rigkeit der Vereine zu Verb\u00e4nden. In Freiberg trat 1925 der Kleing\u00e4rtnerverein \u201eJohannisg\u00e4rten an der Silberhofstra\u00dfe\u201c dem Reichsverband der Kleing\u00e4rtnervereine Deutschlands\u201c bei. In der Zeit der Inflation und Weltwirtschaftskrise mit vielen Arbeitslosen verschlechtere sich die Situation in vielen Vereinen. Vom Freiberger Verein \u201eKriegsg\u00e4rten\u201c ist bekannt, dass 1931 von den 116 Mitgliedern immerhin 54 der Mitgliederversammlung in einem Lokal fern blieben, weil sie kein Geld hatten. Die Reichsregierung reagierte mit einem \u201eDarlehensstock\u201c, um Erwerbslosen zu helfen. Mit dieser Unterst\u00fctzung entstanden in der Zeit von 1929 bis 1933 insgesamt 9 weitere Vereine in der Region Freiberg, Augustusburg, Fl\u00f6ha, Erdmannsdorf, Lichtenwalde und Obersch\u00f6na. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ab 1933 erfolgte auf allen Ebenen eine Gleichschaltung mit den politischen Zielen der Nazis. F\u00fcr die Kleing\u00e4rtner fand diese im Juli 1933 auf dem Reichskleing\u00e4rtnertag in N\u00fcrnberg statt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"154\" height=\"222\" class=\"wp-image-8873\" style=\"width: 150px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Abzeichen.jpg\" alt=\"\">Dieses Abzeichen trugen ab 1938 die Kleing\u00e4rtner<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der damals neu gegr\u00fcndete \u201eReichsbund der Kleing\u00e4rtner und Kleinsiedler\u201c e. V. wurde 1938 umbenannt in \u201eReichsbund Deutscher Kleing\u00e4rtner\u201c. F\u00fcr die Freiberger Gartenfreunde hatte das Auswirkungen bis in den Verein und bis zu den Mitgliedern. Die Vorst\u00e4nde wurden aufgefordert, ein Bekenntnis zu nationalen Angelegenheiten abzulegen. Dem Vorsitzenden des \u201eGartenbauverein Fl\u00f6hatal\u201c wurde mitgeteilt, dass der im Verein gebildete Ausschuss zur Wahrung nationaler Interessen beschlossen hatte, den Gesamtvorstand aufzul\u00f6sen. Die beiden ehemaligen Vorsitzenden des Kleing\u00e4rtnervereines \u201eAm Fl\u00f6hastrand\u201c wurden 1933 aus dem Verein ausgeschlossen. In dem Freiberger Verein \u201eKriegsg\u00e4rten\u201c trat der gesamte Vorstand zur\u00fcck. Der neue F\u00fchrungsstab musste wenigstens aus 51 % NSDAP-Parteimitgliedern bestehen. Als einer der letzten unorganisierten Vereine wurden auf Anweisung von oben die Wei\u00dfenborner Kleing\u00e4rtner 1937 dem \u201eReichsbund der Kleing\u00e4rtner und Kleinsiedler\u201c e. V. \u00a0angeschlossen. In den folgenden Kriegsjahren verschlechterte sich die allgemeine Situation. Die G\u00e4rten gewannen an Bedeutung f\u00fcr die Volksern\u00e4hrung, aber Neugr\u00fcndungen fanden fast nicht statt. Direkte Kriegssch\u00e4den gab es nach dem Bombenangriff 1944 in Freiberg. Die Kleingartenanlage \u201eGartenfreunde Silberhofstra\u00dfe\u201c wurde von drei Bomben getroffen, die zu betr\u00e4chtlichen Sch\u00e4den f\u00fchrten. Ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte und wenig F\u00f6rderliches f\u00fcr das Kleingartenwesen endete 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht und dem totalen Zusammenbruch des III. Reiches.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-green-cyan-color has-text-color has-medium-font-size\"><strong>Ein schwerer Neubeginn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Neuanfang gestaltete sich \u00e4u\u00dferst schwierig. Hunger, Not und zerst\u00f6rte Infrastruktur bestimmten den Alltag. Der \u201eReichsbund der Kleing\u00e4rtner und Sieder\u201c wurde wie alle anderen politischen Strukturen aufgel\u00f6st. Die Kleing\u00e4rtner, in der Mehrzahl die Frauen, bewirtschafteten weiterhin den Kleingarten, um die Familie zu ern\u00e4hren. Angesichts der katastrophalen Lebensmittelsituation erlie\u00df im August 1945 die Landesregierung Sachsen eine \u201eVerordnung \u00fcber den K\u00fcndigungsschutz der Kleing\u00e4rtner\u201c. Viele brachliegende Fl\u00e4chen, Vorg\u00e4rten, Parks, Sportst\u00e4tten und breite Stra\u00dfenr\u00e4nder wurden zu Gartenland umfunktioniert. In der Chronik der Freiberger KGA \u201eWaldfrieden\u201c e. V. ist nachzulesen, dass 1945 auf dem Gel\u00e4nde der Jahnkampfbahn am Stadtrand die Fl\u00e4che parzelliert und an Kleing\u00e4rtner \u00fcbergeben wurde. Nach Verhandlungen mit der Stadtverwaltung erfolgte die Umwandlung der Brachlandanlage 1947 in eine Dauerkleingartenanlage. \u00c4hnliches l\u00e4sst sich berichten von der KGA \u201eFreundschaft\u201c e. V. Wei\u00dfenborn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"574\" height=\"368\" class=\"wp-image-8885\" style=\"width: 350px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Weissenborn_1947.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Weissenborn_1947.jpg 574w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Weissenborn_1947-300x192.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 574px) 100vw, 574px\" \/> Kleing\u00e4rtner bereiten eine neue Gartenfl\u00e4che vor, Wei\u00dfenborn 1947<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Durch Verhandlungen mit dem Besitzer konnte die Pachtfl\u00e4che ab 1947 verdoppelt werden. Statt bisher 30 hatten fortan 70 Kleing\u00e4rtner eine eigene Parzelle. Auf dem ehemaligen Exerzierplatz des J\u00e4gerbataillons im Westen Freibergs entstand auf einer Fl\u00e4che von 1,68 ha die heutige Kleingartenanlage \u201eFreies Land\u201c e. V.\u00a0 Die KGA \u201ePeter Schmohl\u201c wurde 1946 gegr\u00fcndet. Die Kleing\u00e4rtner hatten mit sich zu tun und k\u00fcmmerten sich wenig um \u00fcbergeordnete Vereins- und Leitungsstrukturen. In den Chroniken finden sich in dieser Zeit des Neubeginns keine Hinweise auf Mitgliederversammlungen, auf Geselligkeiten oder gar Gartenfeste. Die 11 Freiberger Kleing\u00e4rtnervereine: Silberhofstra\u00dfe, Silberblick, Scheunenstra\u00dfe, Herders Ruh, Clau\u00dfallee, Erholung (vorm. Kriegerg\u00e4rten), Hornm\u00fchlenwiese, Olbernhauer Stra\u00dfe, Jahnkampfbahn, Einigkeit und Freies Land schlossen sich 1949 zusammen und gr\u00fcndeten die \u201eVereinigung der Kleingartenhilfe Freiberg\u201c.  In den drei westlichen Besatzungszonen und der sp\u00e4teren Bundesrepublik Deutschland bildeten sich schon zeitig nach Kriegsende klare Verbandsstrukturen f\u00fcr das Kleingartenwesen heraus. Die Gr\u00fcndung des \u201eVerbandes Deutscher Kleing\u00e4rtner\u201c e. V. auf der ersten westf\u00e4lischen Gartenwoche in Bochum erfolgte 1949 in der BRD. In der sowjetischen Besatzungszone und der sp\u00e4teren DDR dagegen war es ein l\u00e4ngerer Prozess der Neufindung. Die s\u00e4chsisische Landesverwaltung hatte 1946 die Kleing\u00e4rten unter kommunaler Aufsicht gestellt. Das \u00e4nderte sich schon ein Jahr sp\u00e4ter mit der Gr\u00fcndung der \u201eKleingartenhilfe\u201c als K\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechts auf Orts- und Kreisebene.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"826\" height=\"620\" class=\"wp-image-8886\" style=\"width: 450px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Zeitung.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Zeitung.png 826w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Zeitung-300x225.png 300w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Zeitung-768x576.png 768w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Zeitung-600x450.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 826px) 100vw, 826px\" \/>Daraus entwickelte sich ab 1949 die \u201eKleingartenhilfe des FDGB\u201c. Die Zuordnung der Kleing\u00e4rtner zum Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) brachte auch nicht den erhofften Durchbruch. Unterschiedliche Auffassungen zwischen Kleing\u00e4rtnern und Gewerkschaftsfunktion\u00e4ren f\u00fchrten schlie\u00dflich zu dem Entschluss, die \u201eKleingartenhilfe\u201c als eine eigenst\u00e4ndige Massenorganisation aufzubauen. Das Zentralkomitee der SED verhinderte 1953 kurz vor dem geplanten Verbandstag die Gr\u00fcndung einer selbstst\u00e4ndigen Kleingartenorganisation im Osten. Erst 1959 war es den 850.000 Mitgliedern m\u00f6glich, auf einem Verbandstag in Leipzig einen eigenen \u201eVerband der Kleing\u00e4rtner, Siedler und Kleintierz\u00fcchter\u201c (VKSK) zu gr\u00fcnden. Eine eigene Zeitschrift f\u00fcr die Kleing\u00e4rtner erschien bereits 1949, sp\u00e4ter mit dem Untertitel als Organ der Orts- und Kreisverb\u00e4nde des VKSK. Ab 1962 nannte sie sich \u201eGarten und Kleintierzucht\u201c und dazu gab es ab 1968 die beliebte Fernsehsendung \u201eDu und dein Garten\u201c mit Erika Krause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-green-cyan-color has-text-color has-medium-font-size\"><strong>Unter dem Verbandssymbol des VKSK bis 1990<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Die schwere Nachkriegszeit war \u00fcberwunden. In den F\u00fcnfzigerjahren bildete sich das Bed\u00fcrfnis heraus, sich wieder in geselliger Runde zu treffen und Gartenfeste zu feiern. Der Wegfall der Lebensmittelkarten 1958 schuf daf\u00fcr g\u00fcnstige Voraussetzungen. In den G\u00e4rten vollzog sich mit einem Generationswechsel auch eine Umgestaltung. Gebaut wurden neue Laubentypen jetzt h\u00e4ufig mit Pultdach und verbesserter Ausstattung. Es entstanden Sitzfl\u00e4chen und Ziergeh\u00f6lze fanden Eingang. Der Wandel vom reinen Nutz- und Erwerbsgarten zur Parzelle mit Erholungsbereich vollzog sich ab den Sechzigerjahren. Die Bedeutung der Kleing\u00e4rten f\u00fcr die Versorgung der Bev\u00f6lkerung veranlasste die Regierung der DDR 1954 zu einer \u201eVerordnung zur F\u00f6rderung des Kleingarten- und Siedlungswesens und der Kleintierzucht\u201c. In den 1960er- und 70er-Jahren wurde die Kleingartenbewegung auf Beschluss des IX. Parteitages zunehmend durch die SED gef\u00f6rdert. Damit wurde die Bedeutung der Kleing\u00e4rtner f\u00fcr die Versorgung der Republik anerkannt. In der Direktive zum F\u00fcnfjahrplan 1976 bis 1980 findet sich der Passus: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">\u201edurch Umgestaltung bestehender und Einrichtungen neuer Kleingartenanlagen [\u2026] weitere M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Erholung und Freizeit schaffen\u201c. Das war die Zeit, in der viele neue Gartenanlagen entstanden. Aus einer unvollst\u00e4ndigen Auflistung geht hervor, dass in Freiberg sich neue Vereine gr\u00fcndeten. Einige Beispiele: \u201eWiesengrund\u201c 1960, \u201eAm Birkenweg\u201c 1960, \u201eAlbert Funk\u201c 1972, \u201eAm Fuchsm\u00fchlenweg\u201c 1974, \u201eAm F\u00f6rsterberg\u201c 1977, \u201eAm S\u00fcdhang M\u00fcnzbachtal\u201c 1983, \u201eL\u00f6\u00dfnitz-Aue\u201c 1987 und weitere folgten. Im l\u00e4ndlichen Umfeld des Kreisverbandes Freiberg des VKSK gab es eine \u00e4hnliche Entwicklung. \u00dcberall entstanden neue Gartenanlagen. Wachsende Versorgungsschwierigkeiten in den 1960er- und 70er-Jahren f\u00fchrten zum endg\u00fcltigen Durchbruch der Kleingartenbewegung. Die SED-F\u00fchrung hatte die Bedeutung der Kleing\u00e4rtner f\u00fcr die Versorgung der Republik erkannt, lie\u00df \u00fcberall neue Kleingartenanlagen zu und f\u00f6rderte sie sogar durch Strom- und Trinkwasseranschl\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"387\" height=\"580\" class=\"wp-image-8875\" style=\"width: 450px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Ertragsentwicklung.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Ertragsentwicklung.jpg 387w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Ertragsentwicklung-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 387px) 100vw, 387px\" \/>Darstellung der Ertr\u00e4ge in der KGA \u201e6. Ma\u00dfschacht\u201c e. V. Auf die Gewinnung von Gartenerzeugnisse wurde Wert gelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Z\u00e4hlte die Stadt Freiberg nach dem 1. Weltkrieg nur 5 Kleingartenanlagen, so stieg die Zahl jetzt deutlich an. Im Altkreis Freiberg erh\u00f6hte sich in den drei Jahrzehnten des Kleingartenwesens unter dem Dach des VKSK die Zahl der Kleingartenanlagen von knapp 40 auf 70 Anlagen mit \u00fcber 2220 Mitgliedern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Zum 25. Jahrestag der Verbandsgr\u00fcndung 1984 konnte eingesch\u00e4tzt werden, dass in der DDR die Anzahl der Kleing\u00e4rten sich nahezu verdoppelt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Der Kleingarten wurde zur willkommenen Versorgungsquelle. Der 3. Verbandstag des VKSK 1970 setzt die Zielstellung: \u201e100 kg Obst und Gem\u00fcse auf 100 m\u00b2 Gartenfl\u00e4che\u201c. Auf dem Magdeburger Verbandstag 1977 wurde der bekannte Leitsatz gepr\u00e4gt: \u201eEin sch\u00f6ner Garten ist produktiver Garten\u201c. Das war der Startschuss f\u00fcr den Wettbewerb. Auf vorgedruckten \u00f6konomischen Leistungskarten konnten die Ernteergebnisse eingetragen und abgerechnet werden. Wenn auch die meisten G\u00e4rtner diese Form des Wettbewerbes nicht allzu ernst nahmen, so war doch das Bestreben vorhanden, viel zu ernten, um die Familie mit frischem Obst und Gem\u00fcse versorgen zu k\u00f6nnen. Besonders lukrativ war der Verkauf dieser Erzeugnisse, denn der Staat subventionierte die erh\u00f6hten Aufkaufpreise. Der XI. Parteitag der SED 1986 beschloss bis 1990 weitere 150.000 Kleing\u00e4rten neu zu schaffen. Dieses ehrgeizige Ziel wurde nicht erreicht und stand auch nicht als Hauptaufgabe auf der Tagesordnung der 6. Tagung des Zentralvorstandes des VKSK 1989. Der Verband stellt sich das neue Ziel einer Erneuerung auf grundle-gend demokratischen Strukturen. Doch die Zeit \u00fcberholte alle Beschl\u00fcsse und am 31.12.1990 l\u00f6ste sich der Verband der Kleing\u00e4rtner, Siedler und Kleintierz\u00fcchter auf.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-green-cyan-color has-text-color has-medium-font-size\"><strong>Die Neugr\u00fcndung des Gartenverbandes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">So schnell und einfach verlief dieser Prozess nicht. Es war eine ereignisreiche Zeit ab 1989. Wohin bewegte sich der VKSK? Die Informationen waren widerspr\u00fcchlich und Unsicherheit beherrschte die Kleing\u00e4rtner von Fl\u00f6ha bis Freiberg. In der Gesch\u00e4ftsstelle Freiberg, Hornstra\u00dfe 10b, \u00fcbernahm der damalige Sekret\u00e4r Otto Hintz die Initiative und forcierte einen Gr\u00fcndungsausschuss, der die Bildung eines neuen Verbandes vorbereitete. Die 65 Vereine erhielten eine Einladung f\u00fcr den 21. Juli 1990 zur Gr\u00fcndung eines neuen eigenen \u201eKreisverbandes der Kleing\u00e4rtner und Wochenendsiedler Freiberg\u201c e. V. Unterst\u00fctzung dabei leistete der Vorsitzende des Kreisverbandes Starkenburg der Kleing\u00e4rtner e. V. Darmstadt, Michael Eisenhauer, der den neuen Verband tatkr\u00e4ftig unter die Arme griff und auch sp\u00e4ter beim Aufbau der Verwaltung und Organisation half. In Fl\u00f6ha kam es nicht zur Gr\u00fcndung eines eigenen Verbandes. Noch 1990 entschieden sich diese Gartenfreunde zum Anschluss an den Freiberger Verband, der unter \u201eRegionalverband der Gartenfreunde Freiberg\/Fl\u00f6ha\u201c e. V. eingetragen wurde, sp\u00e4ter umbenannt in \u201eRegionalverband der Gartenfreunde Freiberg e. V. In dieser Zeit wechselten h\u00e4ufig die Vorst\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"323\" height=\"456\" class=\"wp-image-8881\" style=\"width: 250px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Verbandssymbol_2021.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Verbandssymbol_2021.jpg 323w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Verbandssymbol_2021-213x300.jpg 213w\" sizes=\"auto, (max-width: 323px) 100vw, 323px\" \/>Das neue Verbandssymbol ab 2021<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Es war eben eine bewegte Geschichte mit vielen pers\u00f6nlichen Umbr\u00fcchen und Ver\u00e4nderungen. In der Gesch\u00e4ftsstelle waren angestellt als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Otto Hintz und als Finanzmitarbeiterin Karin B\u00f6hme. In der Gr\u00fcnderzeit tauchen Namen auf, die noch lange Jahre die Geschicke des Verbandes bestimmten: Joachim Rabsahl, Gerhard Stehr, Karlheinz Arnold, Hans-Joachim Bollgehn u. a. Zwischenzeitlich hatte sich im Juni 1990 der \u201eLandesverband Sachsen der Kleing\u00e4rtner\u201c e. V. (LSK) gegr\u00fcndet. Dem schloss sich der Freiberger Verband vom ersten Tag an und geh\u00f6rte somit zum \u201eBund Deutscher Gartenfreunde\u201c e. V. (BDG). Viel Arbeit wartete auf dem Vorstand. Durch ungekl\u00e4rte Grundst\u00fccksfragen, R\u00fcck\u00fcbertragungen und \u00fcberh\u00f6hte Pachtforderungen waren einzelne Gemeinschaften \u00fcberfordert und suchten die Hilfe beim Regionalverband. Ebenso war es ein gro\u00dfer Kraftakt, Wege- und Leitungsrechte f\u00fcr alle Vereine zu sichern. Die alten VKSK-Nutzungsvertr\u00e4ge aus DDR Zeit mussten ersetzt werden durch neue Unterpachtvertr\u00e4ge auf Basis des Bundeskleingartengesetzes. Gleichzeitig \u00fcbernahm die Gesch\u00e4ftsstelle immer mehr als Dienstleistung die Beitragsabrechnung f\u00fcr die Kleing\u00e4rtner. Mittlerweile erh\u00f6hte sich die Anzahl der Mitgliedsvereine, die sich dem Regionalverband anschlossen, von 65 auf 132 in 1995. In der Verbandsf\u00fchrung machten sich 1999 Neubesetzungen erforderlich. Der langj\u00e4hrige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Otto Hintz schied aus und Karheinz Arnold wurde bestellt. Um die Aufgaben zwischen dem Vorsitzenden und dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer besser koordinieren zu k\u00f6nnen, schaffte der Vorstand die Doppelspitze ab. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Beide Funktionen vereinte ab 2003 Karlheinz Arnold.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Neue Aufgaben stellte das Bundeskleingartengesetz. Naturverbundenes Handeln und \u00f6kologisches G\u00e4rtnern verlangten jetzt eine umfassende Fachberatung mit Schulungen und praktischen Anleitungen. Die unterschiedlichen Eigentumsverh\u00e4ltnisse an Grund und Boden und dazu die im Garten befindlichen Pflanzen und Lauben erforderten einen neuen Leitfaden zur Wertermittlung bei P\u00e4chterwechsel. Verdienste bei der Erarbeitung einer neuen Richtline innerhalb des LSK erwarb sich Hans-Joachim Bollgehn. Es gab auch R\u00fcckschl\u00e4ge zu \u00fcberwinden. Das Jahrhunderthochwasser im August 2002 an Freiberger Mulde, Fl\u00f6ha und Zschopau vernichtete in kurzer Zeit 160 G\u00e4rten in 15 Anlagen. Weitere Parzellen wurden \u00fcberschwemmt, B\u00f6den kontaminiert und Lauben \u00fcbersp\u00fclt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"820\" height=\"552\" class=\"wp-image-8876\" style=\"width: 350px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KGA_Sonneninsel.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KGA_Sonneninsel.jpg 820w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KGA_Sonneninsel-300x202.jpg 300w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KGA_Sonneninsel-768x517.jpg 768w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/KGA_Sonneninsel-600x404.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 820px) 100vw, 820px\" \/> Die KGA \u201eSonneninsel\u201c am 17.08.2002 nach der Flut. Hier gab es nichts mehr zu retten und die Anlage wurde ger\u00e4umt und als \u00dcberflutungsgebiet f\u00fcr die Fl\u00f6ha ausgewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Neben den materiellen Sch\u00e4den sahen viele betroffene G\u00e4rtner ihre oft jahrelange kleing\u00e4rtnerische Arbeit vernichtet. Das war ein Grund, den Garten oder wie in Fl\u00f6ha die gesamte KGA \u201eSonneninsel\u201c aufzugeben. Andere Gemeinschaften verlie\u00dfen den Verband aus den verschiedensten Gr\u00fcnden. Die Zahl der im Regionalverband registrierten Vereine pendelte sich 2020 auf 117 Vereine mit 4880 Mitgliedern ein. Die langj\u00e4hrige Gesch\u00e4ftsstelle auf der Hornstra\u00dfe 10b war mittlerweile zu klein geworden und so erfolgte der Umzug in die neuen R\u00e4ume 1997 in die Silberhofstra\u00dfe 3. Da nach 22 Jahren der Pachtvertrag dort nicht verl\u00e4ngert wurde, musste 2017 wiederum ein neues Domizil gefunden werden; die heutigen R\u00e4ume am Petriplatz 4. Nachdem Karlheinz Arnold bis 2007 in der Doppelfunktion Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Vorsitzender fungierte, gab er den Vorsitz 2012 an G\u00fcnter Howitz ab, der bis 2021 diese Aufgabe \u00fcbernahm. Mit Neuwahlen zum Vorstand wurde Bianka Gothe 2021 Vorsitzende des Regionalverbandes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wettbewerbe spielten wieder eine Rolle. Jetzt ging es nicht wie fr\u00fcher um vorbildliche Leistungen im Kleingartenwesen, sondern um die sch\u00f6nsten Anlagen der Stadt Freiberg ab 1999. \u00c4hnliche Wettbewerbe in Fl\u00f6ha und im Umland folgten. Vom BDG wird alle vier Jahre der Bundeswettbewerb \u201eG\u00e4rten im St\u00e4dtebau\u201c ausgelobt. Einen hervorragenden 2. Platz im Feld der 22 Teilnehmer aus 15 Bundesl\u00e4ndern belegte 2022 der KGV \u201eWaldfrieden\u201c e. V. aus Freiberg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"758\" height=\"508\" class=\"wp-image-8880\" style=\"width: 350px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Urkunde_Waldfrieden.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Urkunde_Waldfrieden.jpg 758w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Urkunde_Waldfrieden-300x201.jpg 300w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Urkunde_Waldfrieden-600x402.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 758px) 100vw, 758px\" \/> In Berlin erhielten die Vertreter vom \u201eWaldfrieden\u201c ihre Urkunde f\u00fcr den 2. Platz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Ein besonderer H\u00f6hepunkt im Verbandsleben war der 1. Freiberger Gartentag am 21.08. 2022. Die Vereine \u201eWaldfrieden\u201c e. V., \u201eBr\u00fcckenstra\u00dfe\u201c e. V.\u00a0 und \u201eEinheit\u201c e. V. richteten in Zusammenarbeit mit dem Regionalverband und der Stadt Freiberg ein \u00f6ffentliches Fest aus, das sehr viel Anklang fand.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"410\" height=\"580\" class=\"wp-image-8872\" style=\"width: 150px\" src=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1_Freiberger_Gartentag.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1_Freiberger_Gartentag.jpg 410w, https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/1_Freiberger_Gartentag-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 410px) 100vw, 410px\" \/><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">In der Satzung des Verbandes kann nachgelesen werden, dass im Zusammenwirken mit den angeschlossenen Vereinen ein erheblicher Beitrag f\u00fcr den Erhalt und die Pflege der Anlagen als gr\u00fcne Lungen in den Kommunen geleistet wird. In immer st\u00e4rkerem Ma\u00dfe wird der Regionalverband zum Dienstleister und \u00fcbernimmt Verwaltungsaufgaben und Organisation f\u00fcr die Vereine.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Entnommen aus:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201e<em>Das Kleingartenwesen der Region Freiberg von den Anf\u00e4ngen bis zur Neugr\u00fcndung\u201c,<\/em> Dr. J\u00fcrgen Strau\u00df, Karlheinz Arnold, Freiberg 2010, 112 Seiten<\/li>\n\n\n\n<li><em>Der Regionalverband der Gartenfreunde Freiberg e. V. von 1990 bis in die Gegenwart\u201c,<\/em> Karlheinz Arnold, Freiberg, 2015, 73 Seiten<\/li>\n\n\n\n<li><em>\u201eDie Jahre 2015 bis 2020\u201c,<\/em> Brosch\u00fcre, Wolfgang G\u00f6hler, Freiberg 2020, 28 Seiten<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Diese Schriften sind in der Gesch\u00e4ftsstelle des Regionalverbandes am Petriplatz 4 erh\u00e4ltlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Wolfgang G\u00f6hler<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anf\u00e4nge des Freiberger Kleingartenwesens Schon um 1700 gibt es erste Hinweise von G\u00e4rten innerhalb der Stadtmauern, die aber noch keine Bedeutung hatten. Erst 1898 erlangten Klein- und Schreberg\u00e4rten ein \u00f6ffentliches Interesse. Der damals neue und junge Stadtrat Dr. jur. Julius Hase setzte sich daf\u00fcr ein, Land zu verpachten und Kleing\u00e4rten in der Stadt anzulegen. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-8848","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8848","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8848"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8848\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8893,"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8848\/revisions\/8893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gartenverband-freiberg.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}